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'Der eine Mond' - Eine Reise ins Unbewusste

14.10. bis 04.11.2018

Künstler: Sabine Arnold und Frank Lämmle

      Die Vernissage findet am Sonntag, den 14. Oktober, um 17 Uhr, im Wurmbrandsaal des Alten Schlosses Gaildorf statt.
Matthias Küper (Matthias Küper Galleries Stuttgart / Beijing) führt in die Ausstellung ein.
Umrahmt wird die Vernissage von Alfred Schöffend.

Die Ausstellung ist samstags, sonntags und feiertags jeweils von 14:00 - 17:00 Uhr geöffnet.

Die Künstler sind am 27.10. und 3.11. anwesend.


Gedanken der Künstler über ihre Ausstellung in Gaildorf

Traditionell hat der Mond eine besondere Bedeutung und wird mit allen Bereichen menschlichen Daseins in Verbindung gebracht:
Das „kollektive Unbewusste“ löst ozeanische Gefühle aus, wie auch das Abgründige der Seele  unsere Ahnungen, Sehnsüchte, Träume, Ängste und Unsicherheiten verkörpert. Die Reise in die Tiefe, gleichsam der Abstieg in die Unterwelt, bringt das Tiefgründige in uns hervor, so, wie die Angst der Nacht mit ihren Intuitionen, Illusionen, Geheimnissen und Emotionen verborgene Empfindungen auslöst. Wir begegnen eigenen Ungeheuern und versuchen, sie zu überwinden, und obwohl der Mond immer „voll“ ist, sehen wir ihn in drei Phasen: Aufgehen, Anschwellen, Vergehen.
Im Buddhismus steht der Mond für Erleuchtung, Frieden, Gelassenheit, Einheit, das Selbst. Kaum ergibt sich ein klarer Moment in dir, schon bist du wieder weit davon entfernt. Erleuchtung kommt, Erleuchtung geht. Was bleibt, ist stetes Ringen um die eigene Mitte, nicht kreisförmig, sondern spiralförmig, zyklisch. 

Doris Zölls (Zen): Der Mond steht für das wahre Wesen allen Seins. Und wie in jedem Fluss und Bach, in jeder Pfütze sich immer nur der eine Mond spiegelt, so drückt sich in allen Formen das wahre Wesen aus. Und doch ist es nicht möglich, dieses wahre Wesen zu fassen. Ich kann den Mond im Wasser nicht fassen. Ich sehe sein silbriges Licht, ich sehe es flackern, und wenn ich hinlange, ist es nicht da. Es ist da und gleichzeitig nicht da. Und dieses wahre Wesen zu erfahren, ist eigentlich die Übung, die wir im Zazen praktizieren. Der Mond ist eine poetische Form, dies auszudrücken.

Auch die Entstehungs- oder Schaffensphase eines neuen Werkes/Objektes ist der Einstieg in die eigenen Tiefen und Untiefen. Verbunden mit Spannung im Ringen um, ja was eigentlich, die beste Umsetzung? Das ist in diesem Zusammenhang zu lapidar. Eher trifft es das Finden oder Erfinden einer Sprache, die unaussprechliches transportiert und sichtbar werden lässt: für den Künstler immer wieder ein Kraftakt das Kreieren von wortlosen Geschichten.


 

 


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